Ratgeber · Kosten

Was kostet eine professionelle Website?

Der Preis hängt weniger von einer pauschalen Seitenzahl ab als von Inhalt, Individualisierung, Funktionen und Abstimmungsaufwand. Dieser Überblick zeigt, welche Kosten realistisch entstehen und warum.

Aktualisiert: Juli 2026Lesezeit: ca. 8 Minuten

Eine einfache Unternehmenswebsite kann im niedrigen vierstelligen Bereich starten. Umfangreiche individuelle Auftritte, Shops oder Portale können deutlich mehr kosten. Entscheidend ist, welche Aufgabe die Website erfüllen soll und welche Leistungen tatsächlich enthalten sind.

Typische Preisrahmen

Die folgenden Bereiche dienen als Orientierung. Angebote können je nach Anbieter, Region, Spezialisierung und Leistungsumfang erheblich abweichen.

Website-TypTypischer BedarfOrientierung
Baukasten / EigenbauSehr einfacher Auftritt, weitgehend selbst erstelltlaufende Systemkosten plus eigene Zeit
Professioneller OnepagerEin fokussiertes Angebot, kompakte Darstellungoft ab etwa 1.000 € netto
Mehrseitige UnternehmenswebsiteMehrere Leistungen, Unternehmen, Kontakt, Vertrauenhäufig niedriger bis mittlerer vierstelliger Bereich
Individuelle Website mit SonderfunktionenMehrsprachigkeit, Schnittstellen, Buchung, komplexe Inhalteje nach Anforderung deutlich darüber
Onlineshop / PortalProdukte, Bezahlung, Konten, Prozesse, rechtliche Zusatzanforderungenstark projektabhängig
Website-Bau.de bietet drei feste Orientierungsrahmen: Starter 990 €, Business 1.790 € und Plus 2.590 € netto. Entscheidend bleibt der vorab schriftlich definierte Umfang.

Die wichtigsten Kostentreiber

1. Inhaltlicher Umfang

Eine Website mit einer klaren Leistung und einer Zielgruppe lässt sich kompakter aufbauen als ein Unternehmen mit zehn unterschiedlichen Leistungsbereichen, mehreren Standorten und verschiedenen Kundengruppen.

2. Texterstellung

Vorhandene, bereits gute Texte reduzieren den redaktionellen Aufwand. Müssen Positionierung, Leistungsargumentation und sämtliche Seiteninhalte neu entwickelt werden, ist das ein eigener relevanter Leistungsanteil.

3. Designindividualisierung

Ein angepasstes Standard-Layout ist günstiger als ein eigenständiges Designsystem mit individuellen Komponenten, Illustrationen, Animationen und mehreren besonderen Seitentypen.

4. Technische Funktionen

Ein Kontaktformular ist vergleichsweise überschaubar. Terminbuchung, Nutzerkonten, mehrstufige Konfiguratoren, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen oder individuelle Datenverarbeitung erhöhen Planung, Entwicklung und Prüfung.

5. Abstimmung und Organisation

Ein Projekt mit einer entscheidungsbefugten Kontaktperson läuft anders als ein Projekt mit mehreren Abteilungen, langen Freigabeketten und zahlreichen Korrekturrunden. Auch dieser Aufwand gehört zu einer seriösen Kalkulation.

Welche laufenden Kosten entstehen?

Neben der einmaligen Erstellung sollten zumindest folgende laufenden Positionen berücksichtigt werden:

  • Domain: meist ein kleiner jährlicher Betrag;
  • Hosting: abhängig von Leistung, Speicher, E-Mail und Support;
  • Wartung: Updates, Backups, Kontrollen und gegebenenfalls kleine Änderungen;
  • Lizenzen: falls kostenpflichtige Plugins, Schriften, Bilder oder Dienste eingesetzt werden;
  • Weiterentwicklung: neue Inhalte, Funktionen, SEO-Maßnahmen oder Kampagnen.

Bei Website-Bau.de beginnt die optionale Wartung derzeit ab 79 € netto monatlich. Projekt und Betreuung werden getrennt vereinbart.

Woran erkennt man ein belastbares Angebot?

Ein seriöses Angebot sollte nicht nur einen Gesamtpreis nennen. Es sollte verständlich beschreiben, welche Seiten, Inhalte, Funktionen, Korrekturschleifen und technischen Leistungen enthalten sind.

  • Welche Seiten oder Seitentypen sind enthalten?
  • Wer erstellt oder überarbeitet die Texte?
  • Wer liefert und bearbeitet Bilder?
  • Welche Formulare und Funktionen sind vorgesehen?
  • Ist responsive Design ausdrücklich enthalten?
  • Was passiert bei Zusatzwünschen?
  • Wer kümmert sich nach dem Start um Updates und Backups?

Warum extrem günstige Websites teuer werden können

Ein niedriger Einstiegspreis ist nicht automatisch schlecht. Problematisch wird es, wenn wichtige Leistungen fehlen oder erst später sichtbar werden: keine klare Inhaltsstruktur, austauschbare Texte, mangelhafte Mobilansicht, unklare Rechte an Bildern, fehlende Backups oder technische Abhängigkeit vom Anbieter.

Der bessere Vergleich lautet deshalb nicht nur „Was kostet die Website?“, sondern „Welches verwertbare Ergebnis ist zu diesem Preis enthalten?“

Fazit

Für eine professionelle kleine Unternehmenswebsite ist ein niedriger bis mittlerer vierstelliger Betrag ein realistischer Ausgangspunkt. Je klarer Ziel, Inhalte und Funktionen vorab definiert werden, desto belastbarer wird der Preis.

Sie möchten einen konkreten Rahmen statt allgemeiner Spannen?

Beschreiben Sie kurz Angebot, Ziel und vorhandene Inhalte. Daraus lässt sich ein realistisches Paket einordnen.